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Nimms mit Humor

19 Sep
Nimms mit Humor

Also eigentlich sollte der Montag wie jeder andere werden. Frühs aufstehen, dann zur Arbeit, nach der Arbeit ein bisschen Sport und dann den Abend gemütlich ausklingen lassen. Aber wie ist das immer so schön mit dem Wort „eigentlich“…

Frühs lese ich auf Facebook, dass der DSDS Casting Truck in Dresden ist. Gut, wenn juckts. Nach der Arbeit steige ich aus dem Bus ein und plötzlich juckt es mich! Anstatt wie gewohnt heimzugehen, schlender ich Richtung Hauptbahnhof und wer steht dort in der Nähe? Genau, der Casting Truck.

Auf dem Weg ein kurzer Anruf bei meiner Schwester, damit sie guckt, ob der Truck wirklich da steht. Ich will ja nicht hinlaufen und dann gar nichts sehen. Denn eigentlich wollte ich nur gucken…

Tatsächlich stand am Wiener Platz der DSDS Truck, dazu noch zwei Pavillons und ein paar große Fahnen. Vorne am Truck war eine kleine Fläche abgesperrt und hinter der Absperrung stand eine Schulklasse. In der Absperrung waren bestimmt 10 Personen vom DSDS-Personal. Naja, so spannend ist es nicht, also kann ich jetzt heim gehen. Die Idee kam aber etwas zu spät, denn als ich so neben der Schulklasse stand, sprach mich einer der DSDS-Mitarbeiter an und sagte: „Das ist aber schön, dass du noch am Casting teilnehmen willst. Du willst doch teilnehmen, oder?“

Irgendwie wurde es ab da zum Selbstläufer. Ich antwortete instinktiv mit JA und schon stand ich da und füllte mit zittrigen Händen irgendein Formular aus. Was ich genau unterschrieben habe, weiß ich gar nicht mehr, es hätte auch ein Handyvertrag oder sonst was gewesen sein können. 😀

Das Formular wieder abgegeben, kam der nächste Mitarbeiter und fragte woher ich von dem Casting wusste. Ich antwortete auch ihm und sollte mich dann unter einen der Pavillons setzen. Dort kam dann eine Mitarbeiterin auf mich zu und erklärte mir vorab einiges. So zum Beispiel, dass ich nicht enttäuscht sein soll, wenn ich nicht weiterkomme. (Irgendwie wollte sie aber auch nicht verstehen, dass ich nur aus Neugier da war und das mit dem Superstar nicht mein Traum ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ich aufgrund meiner Flugangst eh kurz vor dem Bootcamp auf irgendeiner Südseeinsel hätte freiwillig aussteigen müssen.)

Die Zeit des Wartens verging zwar schnell, aber irgendwie hab ich zu langsam realisiert, auf was ich mich grade einlasse. Beim Einsteigen in den Truck gehts plötzlich los, ich merke die aufsteigende Hitze in mir und die Hände zittern und wissen nicht wohin. Im Truck sitzen 2 mir unbekannte Gesichter, die sich auch nicht vorstellen, aber zumindest wurde mir vorher gesagt, dass das die Jury ist.

Der Rucksack schnell an die Seite gestellt, die Jacke obenauf gelegt und schnell auf den weißen Strich am Boden gestellt. Dort steh ich nun und stell mich vor, was ich so mache, wo ich herkomme, was meine Hobbies sind. Das kommt die Frage aller Fragen und ich antworte wieder viel zu spontan (manchmal sollte ich echt vorm Reden das Hirn einschalten), dass ich „Ave Maria“ von Beyoncé singen will. Hallo??? Ich und Beyoncé??? Klar, daheim beim abwaschen klingt es gut, aber da guckt kein Fremder zu und dem Geschirr ist es reichlich egal ob doch mal ein Ton daneben geht.

Ohne Vorbereitung sollte man zwar nicht zu Castings gehen, aber ich verzeih es mir selbst, denn das Casting war ja nicht geplant und erhofft hatte ich mir auch nichts. Glücklicherweise war das nur so eine Art Vor-Casting, denn es gab keine Kameras und ich durfte mein Handy ins Ohr stöpseln. Gebracht hats nichts. Habt ihr schonmal versucht halb erfroren zu singen? Nein? Dann versucht es mal! 😉

So schlecht hatte ich mich noch nie unter Kontrolle. Die Lippen sind beim Singen in alle Richtungen gezittert. Das war so anstrengend, dass ich ständig Richtung Ausgang geguckt habe (die Tür war übrigens grau und hatte einen silbernen Griff), um schnell wieder weg zu können. Seltsam ist für mich noch, dass ich beim Sprechen meine Aufregung kaschieren kann und es oft keiner merkt. Wieso klappt sowas beim Singen nicht?

Die Beurteilung fand ich dann an sich wieder lustig, denn wenn ich das nächste Mal hin soll, soll ich mich vorher besser vorbereiten. Hmm wäre ich denn weitergekommen, wenn ich heute vorbereitet gewesen wäre? Ich hoffe nicht, denn Singen macht mir privat Spaß und soll auch privat bleiben. Über einen Moderatorenjob können wir aber gerne nochmal verhandeln, gell RTL?

Wenn ich das Casting Revue passieren lasse, dann bin ich froh es mal ausprobiert zu haben, ich habe nicht verloren und neue Erahrungen gewonnen, vor allem aber über mich selbst Neues dazu gelernt. 😉

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