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Anwesenheit erwünscht

An der TU Dresden gibt es, mit Ausnahme der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus, keine Anwesenheitspflicht. So lautete es in der offiziellen Mitteilung einer Email von Marcel Sauerbier, Geschäftsführer für Lehre und Studium, die mich und viele andere Studierende Ende Januar 2011 erreichte.

In dieser Email stand unter anderem, dass „Anwesenheitslisten nur auf freiwilliger Basis zulässig sind [und] keine prüfungsrechtliche Relevanz haben“. Weiter stand in der Email, dass „das Fernbleiben eines Studierenden von einer Vorlesung [keine] negative[n] Konsequenzen im Sinne einer Benachteiligung bei der Pruefungsanmeldung, -durchfuehrung oder -benotung haben [darf].“

Obwohl ein Zuwiderhandeln  als rechtswidrig erklärt wurde, fällt es vielen Dozenten schwer mit dem Thema umzugehen. Zusätzliche Prüfungsleistungen, die in keiner Studien- oder Prüfungsordnung gefordert sind, sind häufig die Folge.

Die Dozenten wollen ihre Studierenden besser kennenlernen, deswegen gibt es zusätzliche Referate, die es zu halten gibt. Ein Teilnahmeschein kann nur bei nachgewiesener Teilnahme ausgestellt werden, deshalb werden am Semesterende die Mitschriften eingesammelt. Das sind nur zwei Beispiele, wie mit dem Thema umgegangen wird.

Ich kann die Dozenten durchaus verstehen- sitzen in der 1. Vorlesungswoche noch 70 Studierende im Seminarraum, um sich anzumelden, sind es in der zweiten Woche nur noch 40, in der dritten 30 usw. Diesen Schwund wünscht sich sicherlich kein Dozent, aber zusätzliche Prüfungsleistungen helfen da auch nicht.

Die Studierenden kann ich auf der anderen Seite auch verstehen. Einige müssen nebenher arbeiten, haben Arzttermine oder Gruppenbesprechungen etc. Ohne Anwesenheitspflicht können die Studierenden flexibler agieren und ihre Tage spontaner planen als mit.

Beide Seiten sind für mich absolut verständlich und ich habe während meines Bachelorstudiums in Erfurt auch keine andere Wahl gehabt, musste mich in Anwesenheitslisten eintragen und kenne auch diese Sicht.

Dennoch finde ich es ohne Anwesenheitspflichten angenehmer für alle!

Studierende, die in den Seminaren sitzen, sitzen dann, weil sie wollen nicht müssen- das, was sie lernen machen sie aus Interesse und können trotzdem flexibel auch andere Termine wahrnehmen. Dozenten können dann mit einem interessierten Publikum in den Diskurs treten und werden nicht abgelenkt von Getuschel,, Handygeklickere oder irgendwelchen anderen Störfaktoren.

Wichtig ist natürlich, dass es hier um Vertrauen geht!

Die Dozenten müssen in erster Linie darauf vertrauen, dass die Studierenden lernwillig sind und wissen, dass sie es für sich selbst tun und die Studierenden müssen genau das einsehen! Nicht jeder Student hat nämlich den dicken Geldbeutel von Mama und/oder Papa im Hintertürchen und studiert nur, weil es halt nach außen hin besser aussieht oder man dann eben nicht arbeiten muss oder was auch immer… Es gibt tatsächlich einige Studierende, die in ihrem Leben etwas erreichen wollen und die in ihrem Studium auch einen Sinn sehen und genau diese Leute werden für jeden Störfaktor weniger dankbar sein!

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Verfasst von - November 10, 2011 in mellesworld

 

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Jeden Morgen in der Sardinenbüchse

Low-floor bus Solaris Urbino 18 of the Dresden...

Image via Wikipedia

Dresden ist eine tolle Stadt. Studieren kann hier durchaus Freude machen, auch wenn einige Dozenten der Geisteswissenschaften in furchtbar häßlichen Baracken weit ab vom Schuß ihre Büros haben, gibt es einige gute Sachen, die die Technische Universität zu bieten hat. Ich zähle dazu zum Beispiel die gut sortierte SLUB; die schicken neu hergerichteten Lehrgebäude wie das Hörsaalzentrum oder die anderen Lehrgebäude naturwissenschaftlicher Fächer, in die wir Geisteswissenschaftler oft „abgeschoben“ werden, weil es für uns kein eigenes Gebäude gibt und ja tatsächlich schmeckt das Essen in den zahlreichen Mensen Dresdens wirklich gut!

Der Spaß beim Studieren hört aber auf, wenn es nicht möglich ist, pünktlich in Seminaren und Vorlesungen zu erscheinen, weil Busse derart überfüllt sind und nur rein provisorisch an den Haltestellen die Türen öffnen. Löbtau scheint sich für Studenten zum Wohnen sehr zu eignen und immer mehr Studierende ziehen in diesen Stadtteil. Immer mehr Studierende, die ebenfalls zu ihren Vorlesungen und Seminaren wollen.

Das Blöde dabei ist aber, dass die Buslinie 61 der Dresdner Verkehrsbetriebe in Richtung TU zu Stoßzeiten einfach nur überlastet ist. Schön ist das für keinen, im Bus wird die Luft dünn, Fahrgäste schwitzen allein aufgrund ungewollten Kuscheln mit anderen Fahrgästen, die Busfahrer/innen sind genervt, weil der Bus überfüllt ist und die Türen häufig nicht schließen weil jemand im Weg steht und die Wartenden an den Haltestellen Chemnitzer Straße, Bernhardt Straße und Nürnberger Platz müssen viel Geduld mitbringen bis dann endlich mal ein Bus noch Platz hat, oder sie quetschen sich in die bereits volle Sardinenbüchse mit rein.

Vor 4 Wochen haben die Vorlesungen und Seminare im neuen Wintersemester begonnen und wieso auch immer, es hat sich nichts getan. Zwischenzeitlich fuhren mal 2 Busse direkt hintereinander, die genauso überfüllt waren. Mittlerweile fährt wieder nur 1 Bus und die Fahrgäste dürfen sich weiter in Geduld üben. Wem es möglich ist, der steigt auf sein Fahrrad und wem es nicht möglich ist, der muss dann eben warten oder laufen.

Liebe DVB bitte findet eine Lösung! Es sind nicht nur Studierende, die zu spät zu ihren Lehrveranstaltungen kommen, sondern auch „normale“ Fahrgäste, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind und eure Fahrer/innen, die ebenfalls unter der Situation leiden! So schön die neuen Hybridbusse mit ein paar mehr Plätzen auch sind, sie reichen einfach nicht.

 
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Verfasst von - November 8, 2011 in mellesworld

 

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